Vor oder nach der Trauung?
Als Hochzeitsfotografin werde ich oft gefragt: Wann ist der beste Zeitpunkt für die Brautpaarportraits – vor oder nach der Trauung? Die Antwort darauf hängt von mehreren Faktoren ab: dem Tagesablauf, den Lichtverhältnissen und natürlich den persönlichen Vorlieben des Brautpaares. In diesem Beitrag gebe ich euch einen Überblick über die Vor- und Nachteile beider Varianten, damit ihr die perfekte Entscheidung für euren großen Tag treffen könnt.
Brautpaarshooting vor der Trauung („First Look“-Shooting)
Ein „First Look“-Shooting ist eine wunderbare Möglichkeit, sich vor der eigentlichen Zeremonie das erste Mal zu sehen – ohne Zuschauer. Es gibt einige gute Gründe, die für ein Shooting vor der Trauung sprechen:
Vorteile:
•Emotionale, intime Momente: Ohne Gäste oder Ablenkung könnt ihr diesen besonderen Augenblick ganz bewusst genießen.
•Frischer Look: Frisur, Make-up und Outfit sind noch makellos
•Entspannter Zeitplan: Nach der Trauung könnt ihr direkt mit euren Gästen feiern, ohne euch verabschieden zu müssen.
•Mehr Zeit mit euren Gästen: Da das Shooting bereits erledigt ist, könnt ihr nach der Trauung voll und ganz die gemeinsame Zeit mit euren Liebsten genießen.
Nachteile:
•Eventuelle Nervosität: Manche Paare möchten sich den besonderen Moment des ersten Blicks lieber für die Zeremonie aufheben.
•Tageslicht-Situation: Bei sehr frühen Trauungen kann das Licht noch zu hart oder grell sein. Ich komme dennoch mit allen Lichtsituationen zurecht.
Brautpaarshooting nach der Trauung
Die klassische Variante ist das Shooting nach der Zeremonie. Oft findet es während eines kleinen Zeitfensters zwischen Trauung und Abendprogramm statt.
Vorteile:
•Entspannte Emotionen: Nach der Zeremonie fällt die Anspannung ab – viele Paare wirken dann natürlicher und gelöster.
•Bessere Lichtverhältnisse (je nach Tageszeit): Besonders am Nachmittag oder kurz vor Sonnenuntergang („Golden Hour“) entsteht weiches, romantisches Licht.
•Mehr Zeit für Getting Ready: Da das Shooting später stattfindet, bleibt morgens mehr Zeit für Vorbereitungen.
Nachteile:
•Unterbrechung des Tagesablaufs: Während des Shootings sind die Gäste oft mit einem Sektempfang oder anderen Programmpunkten beschäftigt – manche Paare fühlen sich unwohl, ihre Feier zu „verlassen“.
•Weniger Zeit mit den Gästen: Während des Shootings seid ihr für eine Weile weg, was für manche Brautpaare schade sein kann.
•Mögliche Spuren des Tages: Hitze, Wind oder Tränen der Rührung können Frisur und Make-up bereits etwas in Mitleidenschaft gezogen haben.
Mein Fazit: Welche Variante ist die beste?
Die Entscheidung hängt ganz von euch als Brautpaar ab!
•Seid ihr eher nervös und möchtet einen intimen Moment für euch? Dann ist das First Look-Shooting ideal.
•Möchtet ihr nach der Trauung entspannter sein und die romantische Abendstimmung nutzen? Dann ist ein Shooting nach der Zeremonie die bessere Wahl.
Alternativ lässt sich beides kombinieren: Ein kurzes First Look-Shooting vor der Trauung und ein weiteres Mini-Shooting während der Golden Hour für traumhafte Lichtstimmungen.
Egal, wofür ihr euch entscheidet – das Wichtigste ist, dass ihr euch wohlfühlt. Ich als Fotografin helfe euch dabei, den perfekten Moment für eure unvergesslichen Bilder zu finden!
Wann würdet ihr eure Brautpaarbilder machen? Vor oder nach der Trauung? Schreibt es mir in die Kommentare!

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